Iridologie

Was ist Iridologie?

Eigentlich ein veralteter Begriff – denn Iridologen befassen sich nicht nur mit der Iris sondern mit dem ganzen Auge: der Pupille, dem Lidrand und der Sklera (das „Weisse“ in unserem Auge).
Die Augendiagnose ist ein Mosaiksteinchen als Hinweisdiagnose. Diagnose kommt aus dem griechischen und lässt sich übersetzen mit „fähig zu unterscheiden“. Die medizinische Definition: „Sammelbezeichnung für Verfahren, die zur Abklärung einer Gesundheitsstörung angewandt werden.“ Die Hinweise aus der Iris müssen aber in jedem Fall mit medizinischen Diagnosemöglichkeiten abgeklärt werden.

Geschichtliches:

Die Beobachtung der Veränderungen am Auge und seiner Umgebung ist so alt wie überhaupt Menschen einander angesehen haben. In der alten chinesischen Medizin finden wir Hinweise darauf, ebenso wie bei Hippokrates und Philostratus (3Jh. v. Chr.). Die erste deutsche Schrift hierzu wurde 1670 wurde in Dresden von Philipp Meyen verfasst. Die Iridologie der heutigen Zeit beginnt mit dem ungarischen Arzt Dr. med. Ignacz von Péczely (1826-1911). Er praktizierte in Budapest und entwickelte als erster eine Topografie – Lokalisation der Organe in der Iris. Fast zeitgleich befasste sich der schwedische Pfarrer Nils Liljequist mit den Farbveränderungen der Iris. In Deutschland gibt es seit über 100 Jahren die Augendiagnose und eine Schlüsselposition hat Pastor Emanuel Felke (1856-1926) - auch der Lehmpastor genannt. Er hat viele Interessierte mitgerissen (Hense, Madaus, Schnabel, Maubach) und aus dieser Generation stammen wiederum große Augendiagnostiker der Gegenwart (Angerer, Deck). Deutschland ist seither auf dem Gebiet der Iris- und Augendiagnose führend.

Wie wird die Augendiagnose durchgeführt?

Alle Menschen sehen sich in die Augen – das mache ich auch. Auf den ersten Blick lassen sich schon einige Hinweise erkennen. Zur genaueren Diagnostik benützt man eine Handlupe oder das Irismikroskop. Die Handlupe vergrößert 8-fach, das Mikroskop 30-, 40-fach, je nach Modell auch noch höher. Der Patient sieht mit weitgeöffneten Augen in das Mikroskop – ähnlich wie beim Augenarzt.
Mein Irismikroskop verfügt zusätzlich über eine Fotoeinrichtung. Das ermöglicht mir während der Untersuchung den Bestand festzuhalten. Es hat den Vorteil, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt dem Patienten die Phänomene am Auge erklären kann. Zudem ist das Bild auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder verfügbar, es kann wieder als Grundlage zur weiteren Behandlung verwendet werden oder nach Jahren  können eventuelle Veränderungen leichter dokumentiert werden.

Was sieht man in der Iris und warum?

Das „Augenbläschen“ stülpt sich im zweiten Monat der Schwangerschaft aus und hat damit einen stark strukturgenetischen Einfluss. Die drei Keimblätter, aus denen der Mensch entsteht, zeigen sich in der Iris zentral von innen nach außen, jeweils mit den zugehörigen Organen. Deshalb lässt die Irisdiagnose eine grundsätzliche Beurteilung ererbter Anlagen zu. Zudem werden strukturelle Zeichen unterschieden. Stoffwechselgifte, die je nach Herkunft des auslösenden Organes verschiedenfarbig erscheinen, lagern sich als Farb- oder Pigmentzeichen auf die Iris. Die Kriterien sind sehr vielfältig und ermöglichen einen Überblick über die Gesamtzusammenhänge gesundheitlicher Belange.
Prävention – Vorbeugung – ist heute im Gesundheitsbereich ein großes Schlagwort. Die Iridologie kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglicht Angaben über Schwachstellen der körperlichen Anlage und der Betroffene kann sich darauf einstellen, um einem Krankheitsprozess vorzubeugen.

Welchen Einfluss hat die Irisdiagnose auf die Therapie?

Ein einfaches Beispiel. Kopfschmerzen können sehr viel verschiedene Ursachen haben:
Haltungsschäden, Infekte oder auch erhöhte Blutdruckwerte werden bei der Untersuchung festgestellt. Die Ursache kann aber auch im Darm, in der Entgiftungsfunktion des Körpers – also Leber, Galle  oder Niere -, im Magen, im Hormonbereich oder auch in der psychischen Veranlagung eines Menschen begründet sein. Und hier setzt die Irisdiagnose an. Sie ermöglicht mir eine ursprüngliche Behandlung der Kopfschmerzen: nicht den Schmerz bekämpfen, sondern zum Beispiel die Nierenfunktion fördern um damit der Ursache zuleibe zu rücken.